Abstehende Ohren sind gesundheitlich unbedenklich, können aber besonders Kinder und Jugendliche belasten. Die Ohrenkorrektur – oft einfach «Ohren anlegen» genannt – ist ein bewährter, vergleichsweise kurzer Eingriff, der bei Kindern wie bei Erwachsenen durchgeführt wird.
Was ist eine Ohrenkorrektur?
Bei der Ohrenkorrektur (Otoplastik) wird der Ohrknorpel so geformt, dass das Ohr näher am Kopf anliegt und eine natürliche Ohrfalte entsteht. Dazu wird der Knorpel über einen Schnitt an der Rückseite des Ohrs mit Nähten neu modelliert, teilweise eingeritzt oder ein kleines Stück entfernt.
Neben abstehenden Ohren lassen sich auch andere Formabweichungen korrigieren, etwa grosse Ohrläppchen, ausgerissene Ohrlochstellen oder Asymmetrien. Für kleine Korrekturen gibt es zudem fadenbasierte Verfahren mit minimalem Schnitt.
Ablauf: So läuft die Ohrenkorrektur ab
- Beratung mit Untersuchung der Ohrform und Besprechung des Ziels; bei Kindern gemeinsam mit den Eltern.
- Eingriff bei Erwachsenen meist in Lokalanästhesie, bei Kindern häufig in Narkose.
- Dauer etwa ein bis zwei Stunden für beide Ohren, in der Regel ambulant.
- Anlegen eines Kopfverbands für einige Tage.
- Danach Tragen eines Stirnbands, vor allem nachts, über mehrere Wochen und Nachkontrollen.
Risiken und mögliche Komplikationen
Häufig sind Schwellungen, Spannungsgefühle und Blutergüsse. Mögliche Komplikationen sind Nachblutungen, Infektionen des Knorpels, Druckstellen durch den Verband, empfindliche oder auffällige Narben an der Ohrrückseite sowie Asymmetrien.
In einigen Fällen stehen die Ohren mit der Zeit wieder etwas ab oder wirken zu stark angelegt, sodass eine Nachkorrektur nötig werden kann.
Heilung und Erholung
Erwachsene sind meist nach etwa einer Woche wieder arbeitsfähig, Kinder können nach rund einer Woche in die Schule. Kontaktsportarten sollten mehrere Wochen gemieden werden.
Die Ohren bleiben einige Wochen druck- und kälteempfindlich. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach etwa drei Monaten.
Kostenfaktoren: Wovon hängt der Preis ab?
Der Preis hängt davon ab, ob ein oder beide Ohren korrigiert werden, welche Technik zum Einsatz kommt und ob in Lokalanästhesie oder Narkose operiert wird. Fadenmethoden sind meist günstiger als die klassische Otoplastik.
Weitere Positionen sind Operationssaal, Verbandsmaterial, Stirnband und Nachkontrollen. Achten Sie bei «ab»-Preisen darauf, ob sie sich auf ein einzelnes Ohr beziehen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Ohrenkorrektur bei Erwachsenen ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung. Bei Kindern und Jugendlichen kann eine Kostenübernahme unter bestimmten Voraussetzungen in Frage kommen; klären Sie dies vor dem Eingriff mit Ihrer Versicherung ab und lassen Sie sich eine Kostengutsprache geben.
Angebote für Ohrenkorrektur richtig vergleichen
Ein Preisvergleich ist nur dann aussagekräftig, wenn die Leistungen vergleichbar sind. Ohrenkorrekturen bieten in der Schweiz Kantonsspitäler ebenso an wie Privatkliniken in Zürich, Bern, Basel, Genf und im Waadtland. Bevor Sie sich entscheiden, lohnt es sich, mehrere Offerten einzuholen und diese Punkte zu prüfen:
- Qualifikation: Verfügt die operierende Person über einen anerkannten Facharzttitel, zum Beispiel in Plastischer, Rekonstruktiver und Ästhetischer Chirurgie?
- Leistungsumfang: Sind Anästhesie, Operationssaal, Material, Übernachtung und Nachkontrollen enthalten – oder handelt es sich um einen «ab»-Preis?
- Nachsorge: Wer ist bei Komplikationen erreichbar, und was kostet eine allfällige Korrektur?
- Bedenkzeit: Seriöse Anbieter lassen Ihnen nach der Beratung genügend Zeit für die Entscheidung.
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Häufige Fragen zur Ohrenkorrektur
Was kostet eine Ohrenkorrektur in der Schweiz?
Die auf opvergleich.ch publizierten Preise beginnen bei rund CHF 1’500 und reichen bis etwa CHF 9’000, abhängig von Technik und Anzahl der Ohren.
Ab welchem Alter kann man die Ohren anlegen?
Häufig wird der Eingriff ab dem Vorschulalter durchgeführt, wenn das Ohrwachstum weitgehend abgeschlossen ist. Erwachsene können sich in jedem Alter operieren lassen.
Ist die Operation schmerzhaft?
Die Betäubung macht den Eingriff schmerzfrei. Danach sind Spannungs- und Druckschmerzen für einige Tage üblich.
Sieht man die Narbe?
Die Narbe liegt hinter dem Ohr in der Falte und ist meist kaum sichtbar.
Wie lange muss ich ein Stirnband tragen?
In der Regel mehrere Wochen, vor allem nachts, gemäss Empfehlung der Klinik.
Weitere Eingriffe im Überblick
Brustvergrösserung, Fettabsaugung, Nasenkorrektur, Augenlidstraffung, Bauchstraffung, Facelift, Bruststraffung, Schamlippenverkleinerung, Brustverkleinerung, Haartransplantation, Gynäkomastie-OP.